15 Jahre KoKoBe im Kreis Heinsberg

15 Jahre Beratung und Begleitung für Menschen mit Behinderung

Stolz präsentiert Florian Hausmann seine Arbeit in der Werkstatt der Lebenshilfe in Heinsberg. Neben seiner Tätigkeit als Lagerist fertigt er Musterkataloge für besondere Textilien an.Kreis Heinsberg. Florian Hausmann (27) suchte selber vor neun Jahren die KoKoBe (Koordinierungs- Kontakt- und Beratungsstelle) im Kreis Heinsberg auf. Bis zu diesem Zeitpunkt wohnte er noch zu Hause bei seiner Mutter. Er aber wollte raus, in eine eigene Wohnung. Dass dies aber für einen behinderten Menschen gar nicht so einfach ist, musste er zunächst bitterlich erfahren. Damals traf er bei der KoKoBe auf Adelheid Venghaus, eine der ersten Mitarbeiterinnen in der Beratungsstelle.

Vor 15 Jahren hatte der Landschaftsverband Rheinland (LVR) die ersten Beratungsstellen für Menschen mit einer geistigen Behinderung ins Leben gerufen. Ziel war und ist es, Betroffenen eine niederschwellige Beratung und Unterstützung beim selbstständigen Wohnen anbieten zu können.

Im Fall von Florian Hausmann beharrte Adelheid Venghaus damals darauf, dass es für ihn zunächst besser sei, in eine Wohnstätte für Menschen mit Behinderung einzuziehen. „Das war auch gut so“, erzählt Hausmann. „Ich habe in der Wohnstätte viel von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelernt. Sie haben mir dabei geholfen, heute auf eigenen Beinen zu stehen.“ Heute lebt er in einer 3er-Wohngemeinschaft in Hückelhoven. Von hier aus fährt er jeden Tag, außer am Wochenende, zur Werkstatt der Lebenshilfe in Heinsberg mit dem Bus. „Ich habe auch schon mal in einer 2er-WG und auch für ein halbes Jahr alleine gewohnt. Das hat aber nicht so gut geklappt. Man muss halt einfach mal alles ausprobieren, bis es funktioniert. Aufgeben ist keine Option für mich“, so Hausmann.

(v.l.n.r.) Florian Hausmann zusammen mit Adelheid Venghaus und Denise Lison von der Beratungsstelle.Den Kontakt zur KoKoBe hat er über die ganzen Jahre nie abgebrochen. Mit Adelheid Venghaus kommt er super klar, wie er erzählt. „Sie kennt mich gut!“

Venghaus: „Wenn man solch einen Prozess über Jahre begleitet und die positive Entwicklung, in diesem Fall von Florian Hausmann, verfolgt, ist man doch sehr beeindruckt. Dass er den Kontakt zu unserer Beratungsstelle gehalten hat, ist der beste Beweis!“

„Oft begleitet man Menschen über einen langen Zeitraum. Oft auch zusammen mit den Angehörigen der Betroffenen. Uns ist es dabei wichtig, dass wir Interessierten ein niederschwelliges Kontaktangebot machen können, ohne vorher großartig bürokratische Hürden nehmen zu müssen“, so Denise Lison, die neben Adelheid Venghaus in der KoKoBe tätig ist. „So bieten wir bereits in der Rurtalschule Unterrichtseinheiten an, in denen die Schülerinnen und Schüler uns und unsere Beratungsangebote kennenlernen können.“

Seit einem Jahr bietet die KoKoBe neben der Beratung in Sachen Wohnen, Wohnhilfen, Freizeitgestaltung und sozialen Kontakten einen Gesprächskreis an, in dem Eltern und Angehörige junger Erwachsener, die behindert sind, sich über mögliche Ängste und Nöte sowie gemachte Erfahrungen im Rahmen der Betreuung austauschen können.

Mit dem Blick auf 15 vergangene Jahre wünscht sich Venghaus für die Zukunft, dass sich noch mehr Bürgernähe zwischen Menschen mit und ohne Behinderung entwickelt. „Wir konnten bereits viele Projekte, wie zum Beispiel die Lokalen Teilhabekreise, Kooperationen mit Schulen, die KoKoBe-Wohnmessen oder viele Freizeitangebote initiieren. Dennoch reicht es für die Zukunft nicht aus. Das Bundesteilhabegesetz macht es Betroffenen nicht unbedingt leichter, den Weg in ein selbstständiges Leben zu finden. Umso mehr ist eine gute Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und der KoKoBe wichtig“, merkt Venghaus abschließend an.


Die KoKoBe (Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle) ist ein kostenloses und unabhängiges Angebot für Menschen mit geistiger und/oder mehrfacher Behinderung sowie deren Bezugspersonen und Fachkräfte. Schwerpunktmäßig wird zu den Themen Wohnen, Wohnhilfen, Freizeitgestaltung und soziale Kontakte beraten.  Sie leistet darüber hinaus Beratung bei verschiedensten Fragen zu Leistungsansprüchen und Antragstellungen. Die KoKoBe wird durch den Landschaftsverband Rheinland finanziert. Seit nunmehr 15 Jahren setzen dieses Angebot die beiden Träger Lebenshilfe Heinsberg e.V. und der Katharina Kasper ViaNobis GmbH im Verbund um.

Weitere Infos: www.kokobe-hs.de


 

 

Offene KoKoBe-Sprechstunden fallen aus

Bis auf weiteres finden die offenen Sprechstunden der KoKoBe in den Rathäusern, Werkstätten, der Kreisverwaltung und Rurtalschule nicht statt. Bei Beratungsbedarf nehmen Sie bitte telefonisch mit uns Kontakt auf. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Inklusive Projektgruppe

Inklusive Projektgruppe - eine gelungene Kooperation von KoKoBe und EUTB im Rahmen der Projektwoche des Städtischen Gymnasiums Hückelhoven zum Thema "Europa"

Im Gymnasium Hückelhoven fand vom 4.-7. Februar eine Projektwoche zum Thema Europa statt. Die Lehrerin und Koordinatorin Annelore Hecker hat nun, nach der Premiere im Jahr 2015, zum zweiten Mal den Weg für eine inklusive Projektgruppe bereitet. Das Arbeitsthema dieser Gruppe lautete "Pizza, Pisa, Primark … stell Dir vor, Du wirst wach und Europa ist weg!? Europa im Alltag".

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KoKoBe-Infoveranstaltung

Absage der KoKoBe-Infoveranstaltung am 11.3.2020 zum Thema "Ich werde 18 - was ist jetzt wichtig für mich? Gesetzliche/rechtliche Betreuung"
Aus aktuellem Anlass findet die Infoveranstaltung am 11.3.2020 nicht statt und wird auf einen späteren Termin verschoben. Über diesen neuen Termin werden Sie rechtzeitig informiert. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

"Ich werde 18 - was ist jetzt wichtig für mich?"

- Informationen zur rechtlichen / gesetzlichen Betreuung -

am Mittwoch, den 11.3.2020 um 20 Uhr im Lehrerzimmer der Rurtalschule, Parkstr. 23, 52525 Heinsberg-Oberbruch.
Die Veranstaltung richtet sich an Eltern von erwachsen werdenden Kindern mit Behinderung und betroffene Jugendliche sowie alle Interessierten. Mit der Volljährigkeit und dem Wechsel ins Berufsleben kommt es zu Veränderungen, die zahlreiche Fragen aufwerfen, zum Beispiel zum Thema rechtliche / gesetzliche Betreuung. Zu diesem Thema referieren Frau Dr. Daniela Scholz, Betreuungsrichterin am Amtsgericht Geilenkirchen, Herr Fred Rongen, Berufsbetreuer und Frau Rita Moll von der Betreuungsstelle der Kreisverwaltung Heinsberg.
Anmeldungen bitte bis zum 5.3.2020 bei der KoKoBe Kreis Heinsberg, Adelheid Venghaus Tel. 02433-93 999 30.

 

Informationsabend

Der Informationsabend „Unterstützungsangebote beim Wohnen für Menschen mit Behinderungen nach BTHG“

in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Betreuungsvereine des Kreises Heinsberg und der VHS findet statt:

am Donnerstag, 04.07.2019, um 19.30 Uhr

in der Wegberger Mühle, Rathausplatz 21, 41844 Wegberg,

Referent KoKoBe Kreis Heinsberg

Informationen zu den wesentlichen Änderungen in der Eingliederungshilfe durch das BTHG Bundesteilhabegesetz.

Elterngesprächskreis

Elterngesprächskreis der KoKoBe in Geilenkirchen – die nächsten Termine!

Ein Angebot für Eltern von erwachsen werdenden Kindern mit Behinderung.

Die nächsten Termine in 2020:
jeweils Donnerstag von 18 bis 20 Uhr am 13.2.2020, 2.4.2020 und 4.6.2020.
Weitere Infos bei der Anmeldung bei Adelheid Venghaus Tel. 02433-93 999 30.

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